Vom luziden Träumen & der Traumdeutung

Träume dienen in der Regel dazu, die Erlebnisse und Eindrücke des Tages zu verarbeiten. Für gewöhnlich verwendet das Unterbewusstsein dafür Symbole und Zeichen, die verschlüsselt und daher meist nicht offensichtlich verständlich sind. Hierbei sind die Regeln der Physik und Raum und Zeit außer Kraft gesetzt, was der Träumende allerdings nicht bemerkt. Alles wirkt normal.

Manchmal jedoch fällt dem Träumenden während des Träumens auf, dass etwas nicht stimmt. In dem Fall ist es demjenigen, der nicht durch den Schreck hierüber aufwacht, möglich, seinen Traum aktiv zu steuern und sogar mit Personen im Traum kommunizieren. Diesen Zustand nennt man luzides Träumen.

Einige praktizieren luzides Träumen, um zum Beispiel zu fliegen oder dem Unterbewusstsein Fragen zu stellen. Ebenso gibt es Sportler, die allein durch das Steuern ihrer Träume ihre Leistungen im Wachleben verbessern.

Mit einigen Übungen fällt es leichter diesen Zustand zu erreichen, auch wenn sie Zeit und Disziplin benötigen.

Dazu gehört

  • Das Führen eines Traumtagebuchs

Indem sich die eigenen Träume aufgeschrieben werden, kann man sich nach einiger Zeit automatisch besser an sie erinnern. Am besten notiert man sich kurz nach dem Aufwachen, noch bevor man in den Tag startet, seine Träume in Stichpunkten oder in einem Fließtext. Das macht es auch leichter wiederkehrende Traumsymbole zu erkennen und ggf. zu deuten, falls man daran Interesse hat. Im Allgemeinen ist es so leichter in einen luziden Traumzustand zu kommen.

  • Regelmäßige Realitätschecks

Der Wachzustand lässt sich mit einfachen Mitteln hinterfragen, da sich Träume nicht an physikalische Gesetze halten. Beispielsweise kann man in regelmäßigen Abständen die Uhrzeit ablesen, um einige Sekunden später noch einmal auf die Uhr zu blicken. Im Traum verändert sich die Uhrzeit rasant, oder ist überhaupt nicht ablesbar. Das selbe funktioniert mit Texten. Die Buchstabenfolge verändert sich und die Worte ergeben keinen Sinn.

Aber auch schon die einfache Frage „Träume ich?“ zwischendurch hilft beim Erkennen des Traumzustands. Nach einiger Zeit beginnt man diese Checks während des Träumens durchzuführen, da dies Teil der Verarbeitung des Tagesgeschehens ist. Scheitern diese Tests, hat man die Gewissheit zu träumen. Beim ersten Erkennen wacht man häufig direkt auf, da eine große Aufregung entsteht. Mit der Zeit aber ist es immer länger möglich den Zustand zu halten.

  • Kurzes Aufstehen am Morgen

Die für mich persönlich hilfreichste Methode ist das kurze Aufstehen am Morgen. Sie ist leicht umsetzbar – und bringt schnell Erfolge. Nach dem Aufwachen blieb ich eine Stunde wach, trank oft einen Kaffee und las die Zeitung, um den Geist aufzuwecken. Nach dieser Stunde legte ich mich wieder ins Bett, und hatte so gut wie immer einen luziden Traum. Das erkläre ich mir damit, dass der Körper noch müde ist, der Geist aber so wach, dass er den Schlafzustand erkennt und den Traum durchschaut.

  • Beschäftigung mit seinen Träumen

Alle Übungen verbindet, dass sie eine Beschäftigung mit dem Thema bedeuten. Alleine der Umstand bringt Erfolge, da auch das im Traum verarbeitet wird und den Zugang erleichtert.

 

Der letzte Punkt, die Beschäftigung mit seinen Träumen, kann zu tieferliegenden Ebenen des eigenen Bewusstseins führen. Schon bekannte Psychologen wie Sigmund Freud oder Carl Gustav Jung haben sich mit der Traumdeutung beschäftigt. Sie ist somit nicht nur Bestandteil von Strömungen der Esoterik und verschiedener Religionen, sondern auch ernsthafter psychologischer Forschung.


Webseiten wie z.B. https://traum-deutung.de oder www.traumdeuter.ch sind Portale, bei denen die Allgemeine Bedeutung der Symbole nachgeschaut werden kann.


In manchen Fällen stellen unsere Träume eine Art Vorbereitung oder Vorwarnung für das Wachleben dar, da Menschen unterbewusst bestimmte Änderungen in ihrem Leben früher wahrnehmen als sie selbst Bewusst bemerken. Wenn man von einer Prüfung träumt, die man nicht besteht, kann dies die Unterbewusste Vorahnung sein eine Aufgabe im Leben nicht bewältigen zu können. Mit dem Symbol Prüfung bereitet das Unterbewusstsein das Tagesbewusstsein auf diese Möglichkeit vor, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Sich mit den Symbolen seiner Träume zu beschäftigen lohnt sich also, da sie weit über das bloße verarbeiten des Tages hinausgehen können. Die Betonung liegt hier allerdings auf dem Wort können, denn nicht jedes Symbol ist direkt übertragbar auf das eigene Unterbewusstsein. Die allgemeinen Bedeutungen mögen auf eine Vielzahl der Menschen zutreffen, aber jedes Symbol hat auch eine individuelle Bedeutung. Träumt man z.B. von einer Kirche, was nach der Symboldeutung für den Wunsch nach der Verbindung mit Menschen oder dem Wunsch nach Zuflucht steht, kann die Auslegung je nach der eigenen Einstellung zur Religion und der Verbindung zu dem Symbol abweichen. Auch eine zu genaue Fokussierung auf die Träume kann ungute Folgen haben, wenn man zu viel in sie Hineininterpretiert. Hat man beispielsweise vor kurzen ein Gotteshaus besucht, ist es nicht ungewöhnlich von einer Kirche zu träumen, um das Erlebnis zu verarbeiten.

Letztlich führen luzides Träumen und die Traumdeutung manchmal zu tiefen Einsichten in das eigene Unterbewusstsein, jedoch ist es nötig, seinen eigenen Umgang hiermit zu finden und seine Träume nicht zu überbewerten. Es sind hilfreiche Tools, deren Umgang gelernt werden muss.

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